3. Tipps für den Webauftritt
Zu diesem Thema kann man sicher ganze Bücher schreiben. Ich will hier einfach nur einige wichtige Punkte ansprechen, um den Kern des Problems aufzuzeigen:
Eine ansprechende Internetseite
Leider sind ein großer Teil der Musiker- und Künstlerhomepages durch schlechtes Design ohne jegliches Hintergrundwissen und nicht zuletzt durch abschreckende Bilder und überflüssiges Geblinke keines Falles für die Gewinnung neuer Kunden geeignet.
Die Besucher wollen in erste Linie Informationen: Was wird angeboten? Was kann mir dieser Kandidat bieten, was andere nicht können? Welche Referenzen sind vorzuweisen? Wie kann ich Kontakt aufnehmen? Ein rechtsgültiges Impressum darf auf keinen Fall fehlen. Webseiten, auf denen man nur eine Mailadresse oder Telefonnummer findet, verstoßen nicht nur gegen geltendes Recht – sie schrecken auch ab. Der Kunde hat ein Recht darauf zu erfahren, mit wem er es zu tun hat.
Verzichten sollte man hingegen besser auf Hintergrundmusik (nervt in den meisten Fällen und erhöht unnötig die Ladezeit) oder auch den Einsatz von Flash für das Design. In den meisten Fällen schadet das mehr als das es nützt. Auch sollte die Seite Suchmaschinenkonform gestaltet sein.
Fremdwerbung hat auf der eigenen Homepage nichts zu suchen. Eine eigene Domain mit Mailadresse und dem nötigen Speicherplatz für die Homepage ist heute schon für ein paar Euro im Monat zu haben. Hier spart man garantiert an der falschen Stelle…
Geeignete Werbung
Man wird niemals neue Aufträge bekommen, wenn kein potentieller Kunde die Seite findet. Die richtige Werbung kostet mittelfristig mehr Zeit und Geld, als die eigentliche Erstellung der Seite. Eine automatisierte, oftmals kostenlose Anmeldung bei 1000 Suchmaschinen bringt allerdings mit ziemlicher Sicherheit nicht die Wende!
Der Linktausch mit netten Kollegen kann hingegen eine gute Basis bilden. Es gibt auch eine ganze Reihe von kostenpflichtigen Portalen, auf denen ein Eintrag sinnvoll ist. Hier sollte man allerdings sorgfältig auswählen, da die Anzahl der nutzlosen Portale noch viel größer ist… Generell würde ich mich auf keinen Fall auf einem Portal eintragen, dass mit SPAM-Mails beworben wird. Seriöse Anbieter haben diese Art der Werbung schlicht nicht nötig.
Mein Tipp: Einfach mal nach den relevanten Suchbegriffen googeln. Was würde ein potentieller Kunde von mir bei Google eingeben, der Musik sucht? In meinem Fall wäre das z.B. die Suchbegriffskombination “Alleinunterhalter Hille”, also “Angebot Wohnort”. Beispiel:
=> http://www.google.de/search?hl=de&q=alleinunterhalter+hille&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai
Alle Portale, die dann auf den ersten 3 Seiten in den Suchergebnissen stehen, sind potentiell interessant und sollten näher betrachtet werden.
Ein ansprechendes Angebot
Der ganze Aufwand – und das bezieht sich eigentlich auf jede Form der Werbung – nützt gar nichts, wenn man nicht die am Markt gefragte Leistung erbringen kann. Man sollte sich stetig weiter entwickeln und an die Bedürfnisse der Kunden anpassen. Der Markt verändert sich. Was vor 10 Jahren gut angekommen ist muss heute schon lange nicht mehr funktionieren…
Der Trend ist klar:
Zukünftig wird das Internet deutlich mehr an Bedeutung gewinnen. Schon jetzt dürfte eine Internetseite als Werbeträgen besser geeignet sein, als ein Inserat in der Tageszeitung. Hinzu kommt, dass die eigene Internetseite auch den Vertragsabschluß mit den „normalen Kunden“ vereinfacht. Die häufig gestellte Frage „Wo und wann kann ich Sie mal sehen?“ lässt sicht dann ganz einfach beantworten: „Rund um die Uhr – im Internet!“.